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Auswandern nach Südkorea: der ehrliche Fakten-Check

Südkorea erleichtert Deutschen den Einstieg – den Aufenthaltstitel kannst du sogar erst vor Ort beantragen. Bleiben ist schwerer: Du brauchst einen Arbeitgeber oder ein hohes Einkommen, zahlst spätestens ab 6 Monaten Pflichtbeiträge zur Krankenversicherung und gibst für den koreanischen Pass meist deinen alten ab.

Recherche-Stand: Oktober 2026 · Kostendaten: Juli 2026 · Keine Rechts- oder Steuerberatung

Kosten für Südkorea berechnen → Passt Südkorea zu mir?

Passt Südkorea zu dir? Der Lavum-Reality-Index

Bürokratie · mittelWer länger als 90 Tage bleibt, registriert sich binnen 90 Tagen bei der Einwanderungsbehörde, spätestens nach 6 Monaten folgt automatisch die Pflicht-Krankenversicherung. Deutsche dürfen dank einer deutsch-koreanischen Absichtserklärung von 2005 den Aufenthaltstitel sogar erst nach der Einreise beantragen.
Steuern · mittelAb 183 Tagen Aufenthalt bist du steuerlich ansässig; solange du in den letzten 10 Jahren höchstens 5 Jahre in Korea gelebt hast, zahlst du auf Auslandseinkünfte nur, was nach Korea fließt. Ausländische Angestellte können 20 Jahre lang pauschal 19 % wählen – aktuell nur bei Jobstart bis 31.12.2026.
Aufenthalt · anspruchsvollVisafrei sind nur 90 Tage ohne Erwerbsarbeit; zum Arbeiten brauchst du ein Visum, für Remote-Arbeit das Workation-Visum mit 78,6 bis 104,8 Mio. Won Mindesteinkommen – und die reguläre Einbürgerung setzt einen Daueraufenthaltstitel plus 5 Jahre Wohnsitz voraus.

Was kostet das Leben in Südkorea?

PostenSüdkorea (Single, €/Monat)
Miete (3-Zi-Wohnung)1.150–1.550 €
Lebensmittel320–420 €
Krankenversicherung75–120 €
Transport & ÖPNV45–70 €
Strom & Nebenkosten40–70 €
Internet & Mobilfunk20–30 €
Sonstiges160–220 €
Summe / Monat1.810–2.480 €
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Bandbreiten, kein Einzelfall. Datenbasis + Methodik: /methodik · Stand Juli 2026.

Aufenthalt & Anmeldung

Steuern & Krankenversicherung

Steuern

Steuerlich ansässig bist du mit Wohnsitz in Korea oder ab 183 Tagen Aufenthalt; Ansässige zahlen grundsätzlich auf alle Einkünfte. Ausländer, die in den letzten 10 Jahren höchstens 5 Jahre in Korea gelebt haben, versteuern Auslandseinkünfte aber nur, wenn sie in Korea ausgezahlt oder dorthin überwiesen werden. Ausländische Angestellte, die bis zum 31.12.2026 erstmals in Korea arbeiten, können ihren Lohn 20 Jahre lang pauschal mit 19 % versteuern – dann ohne die üblichen Abzüge und Steuergutschriften. Mit Deutschland, Österreich und der Schweiz bestehen Doppelbesteuerungsabkommen; ob Pauschale oder Regeltarif für dich günstiger ist, rechnest du am besten mit einer Steuerberatung durch.

Krankenversicherung

Wer als Ausländer länger als 6 Monate in Korea lebt, wird seit Juli 2019 automatisch Pflichtmitglied der staatlichen Krankenversicherung NHIS, Angestellte schon mit Beginn der Beschäftigung. Angestellte zahlen 2026 zusammen mit dem Arbeitgeber 7,19 % des Lohns, je zur Hälfte; ohne Arbeitgeber richtet sich der Beitrag nach Einkommen und Vermögen, liegt für Ausländer aber mindestens beim Durchschnittsbeitrag aller Versicherten. Befreien lassen kannst du dich nur mit gleichwertigem Schutz über ausländisches Recht, eine schon vor der Ausländerregistrierung abgeschlossene ausländische Versicherung oder deinen Arbeitgeber – über Versicherung oder Arbeitgeber jeweils für höchstens ein Jahr. Für die Zeit bis zum Versicherungsbeginn und für die Frage, ob eine Anwartschaft in DACH sinnvoll ist, lohnt eine Fachberatung.

Kein Steuer-/Versicherungs-Rat. Prüfe vor konkreten Schritten offizielle Stellen bzw. eine Fachberatung.

Was dich in Südkorea nerven kann

Deutschsprachige Stimmen über das Leben in Südkorea

Kanäle, die wir für nützlich halten, weil sie den Alltag ungeschönt zeigen:

YouTubesedameansstrong — Seda (deutsch-türkisch) lebte von 2014 bis 2023 in Seoul.
BlogMein Korea (Karina Gür / between_the_cultures) — Deutsche Creatorin in Südkorea über Alltag, Kultur und Leben, mit Videos.
PodcastPOCHA TALK – Der Korea Podcast — Lisa und Delilah über Alltag, Kultur und Leben in Südkorea, über 180 Folgen.

Häufige Fragen

Brauche ich ein Visum für Südkorea?

Für Urlaub oder Geschäftstermine bis 90 Tage nicht. Deutsche brauchen bis 31.12.2026 auch keine K-ETA, die e-Arrival Card ist kostenlos. Für jede Erwerbsarbeit brauchst du ein Visum – Deutsche können den Aufenthaltstitel aber auch innerhalb von 90 Tagen nach der Einreise in Korea beantragen.

Gibt es ein Working-Holiday-Visum für Südkorea?

Ja: Deutsche zwischen 18 und 34 Jahren und Österreicher zwischen 18 und 30 können bis zu 12 Monate bleiben und jobben. Deutsche beantragen es vorab bei einer koreanischen Vertretung in Deutschland. Für Schweizer gibt es kein Working-Holiday-Abkommen.

Kann ich in Südkorea remote arbeiten?

Ja, mit dem Workation-Visum F-1-D, das seit dem 30.6.2026 bis zu 3 Jahre Aufenthalt erlaubt. Du brauchst mindestens 104.832.000 Won Jahreseinkommen – oder 78.624.000 Won, wenn du 18 bis 34 Jahre alt bist oder außerhalb von Seoul, Incheon und Gyeonggi-do wohnst. Reist deine Familie mit, zählt nur der Wohnort.

Bin ich in Südkorea krankenversichert?

Spätestens nach 6 Monaten Aufenthalt bist du Pflichtmitglied der staatlichen NHIS. Angestellte teilen sich 2026 einen Beitrag von 7,19 % des Lohns mit dem Arbeitgeber; ohne Arbeitgeber zahlst du mindestens den Durchschnittsbeitrag. Bis dahin solltest du eine eigene Auslandskrankenversicherung haben.

Wie hoch sind die Steuern in Südkorea für Ausländer?

Ab 183 Tagen bist du ansässig. Ausländische Angestellte, die bis zum 31.12.2026 in Korea anfangen, können 20 Jahre lang pauschal 19 % auf ihren Lohn wählen. Auslandseinkünfte versteuerst du in den ersten 5 Jahren nur, wenn sie nach Korea fließen; mit Deutschland, Österreich und der Schweiz bestehen Doppelbesteuerungsabkommen.

Kann ich mich in Südkorea einbürgern lassen und meinen Pass behalten?

In der Regel nicht. Die reguläre Einbürgerung setzt 5 Jahre Wohnsitz und einen Daueraufenthaltstitel voraus, danach musst du die bisherige Staatsangehörigkeit binnen eines Jahres aufgeben. Nur bestimmte Gruppen, etwa Ehepartner von Koreanern, dürfen stattdessen erklären, die ausländische Staatsangehörigkeit in Korea nicht auszuüben.

Offizielle Quellen

Wenn Südkorea nicht passt

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