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Auswandern nach USA: der ehrliche Fakten-Check

Die USA sind für DACH-Auswanderer vor allem eine Visa-Frage: Es gibt kein Rentnervisum und keinen planbaren Weg für Selbstständige ohne US-Bezug — wer bleiben will, braucht einen US-Arbeitgeber, nahe US-Familie, viel Kapital oder Glück in der Green-Card-Lottery.

Aktualisiert: Juli 2026 · Recherche-Stand: Juli 2026 · Keine Rechts- oder Steuerberatung

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Passt USA zu dir? Der Lavum-Reality-Index

Bürokratie · mittelFür einen Daueraufenthalt läufst du ein jahrelanges USCIS-Verfahren mit Anwaltskosten und ungewissem Ausgang; ist die Green Card da, beginnt der Alltag mit Social Security Number, bundesstaatlichem Führerschein und einer Kredit-Historie, die du bei null aufbaust — vieles ist von Bundesstaat zu Bundesstaat verschieden.
Steuern · mittelAls US-Resident oder Green-Card-Halter versteuerst du dein weltweites Einkommen und erklärst jedes Jahr beim IRS; zusätzlich melden FBAR und FATCA (Form 8938) deine DACH-Konten. Das Doppelbesteuerungsabkommen verhindert meist echte Doppelbesteuerung, der Aufwand bleibt aber hoch.
Aufenthalt · anspruchsvollEs gibt keinen leichten Weg und kein Rentnervisum: Ohne US-Arbeitgeber (H-1B mit Lotterie, L-1, O-1), nahe US-Familie, größere Investition (E-2) oder einen Treffer in der Green-Card-Lottery (unter 1:400) bleibt nur ESTA — und das ist reiner Tourismus für maximal 90 Tage.

Was kostet das Leben in USA?

PostenUSA (Single, €/Monat)
Miete (3-Zi-Wohnung)1.500–1.950 €
Lebensmittel350–450 €
Krankenversicherung🔒 In der App
Transport & ÖPNV90–120 €
Strom & Nebenkosten90–120 €
Internet & Mobilfunk35–45 €
Sonstiges200–260 €
Summe / Monat2.265–2.945 €
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Bandbreiten, kein Einzelfall. Datenbasis + Methodik: /methodik · Stand Juli 2026.

Aufenthalt & Anmeldung

Steuern & Krankenversicherung

Steuern

Sobald du in den USA lebst — als Green-Card-Halter grundsätzlich ab Erhalt der Karte, sonst über den „Substantial Presence Test“ — besteuern dich die USA auf dein weltweites Einkommen, also auch auf Mieten, Zinsen oder Renten aus DE, AT und CH. Zusätzlich gelten strenge Meldepflichten: FBAR für ausländische Konten ab 10.000 $ Gesamtsaldo und FATCA (Form 8938) ab höheren Schwellen. Die Doppelbesteuerungsabkommen der USA mit Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie die Anrechnung ausländischer Steuern (Foreign Tax Credit) verhindern meist eine echte Doppelbesteuerung, machen die Erklärung aber komplex. Die US-Steuerpflicht endet nicht automatisch mit dem Wegzug: Green-Card-Halter und US-Bürger bleiben erklärungspflichtig, und die Aufgabe der Green Card oder Staatsbürgerschaft kann eine „Exit Tax“ auslösen — binde vor dem Umzug unbedingt einen auf US-Recht spezialisierten Steuerberater ein.

Krankenversicherung

Die USA haben kein gesetzliches Krankenversicherungssystem für die Allgemeinheit — staatliche Programme wie Medicare (ab 65) und Medicaid greifen für Neu-Zuwanderer in der Regel nicht. Krankenversicherung läuft privat, meist über den US-Arbeitgeber. Wer sich selbst versichern muss, zahlt auf dem ACA-Marktplatz 2026 im Schnitt grob 600 bis 750 $ im Monat für eine Einzelperson, Familientarife entsprechend mehr — die Prämien sind für 2026 kräftig gestiegen. Ohne ausreichende Absicherung kann schon ein einzelner Klinikaufenthalt existenzbedrohend teuer werden. Deine gesetzliche Absicherung in DE, AT oder CH entfällt bei dauerhaftem Wegzug — kläre Anschlussschutz und ggf. eine internationale Police vor der Ausreise.

Kein Steuer-/Versicherungs-Rat. Prüfe vor konkreten Schritten offizielle Stellen bzw. eine Fachberatung.

Was an USA nerven kann

Deutschsprachige Stimmen zu USA

Kanäle, die wir für nützlich halten, weil sie den Alltag ungeschönt zeigen:

YouTubeLebenUSA — Bill (Dr. William Sen) aus San Diego über US-Alltag, Arbeitswelt, Mentalität und Kultur.
YouTubeauswanderungUSA — Christoph vom Niederrhein, 1998 per Greencard-Lotterie ausgewandert, lebt bei San Diego.
YouTubeDie Fischers in Amerika — Familien-Kanal über die Auswanderung von Deutschland nach Texas: Alltag, Haus-/Autokauf, Kultur.
YouTubeUnser Amerika — Volker & Kerstin, die mit E-2-Visum ein neues Kapitel in North Carolina beginnen.
BlogLeben in den USA — Aktiver Blog von Michi, seit 2025 in Ohio (amerikanischer Ehemann).

Häufige Fragen

Brauche ich als Deutscher, Österreicher oder Schweizer ein Visum, um in die USA auszuwandern?

Ja. Die USA sind kein EU-Land, es gibt keine Freizügigkeit. Für einen Daueraufenthalt brauchst du eine Green Card (über Familie, Arbeitgeber, Investition oder die Lottery); für befristete Erwerbsarbeit ein Arbeitsvisum mit US-Sponsor. ESTA erlaubt nur touristische Kurzaufenthalte bis 90 Tage, keinen Wohnsitz und keine Arbeit.

Gibt es ein Rentnervisum für die USA?

Nein. Die USA haben kein Rentner- oder Ruhestandsvisum und planen keines. Wer als Rentner dauerhaft bleiben will, braucht einen anderen Weg — etwa eine familienbasierte Green Card oder das Investoren-Visum EB-5 — oder pendelt im Rahmen der 90-Tage-ESTA-Regel, was aber kein Auswandern ist.

Wie stehen die Chancen bei der Green-Card-Lottery?

Gering. DE, AT und CH sind zwar teilnahmeberechtigt, aber jährlich gibt es über 20 Millionen Anmeldungen auf bis zu 55.000 Visa — weniger als 1 von 400. Ein Treffer ist zudem nur die Einladung zum Verfahren: Interview, Background-Check und Zulässigkeitsprüfung folgen. Die Anmeldung für DV-2027 wurde außerdem verschoben.

Was ist das E-2-Visum und lohnt es sich?

Das E-2 ist ein Visum für Investoren aus Vertragsstaaten — DE, AT und CH gehören dazu. Du investierst substanziell in ein aktives US-Unternehmen, das du selbst führst; einen gesetzlichen Mindestbetrag gibt es nicht, die Investition darf aber nicht geringfügig sein. Es ist verlängerbar, führt jedoch nicht automatisch zur Green Card und ist an den Fortbestand des Geschäfts gebunden.

Muss ich in den USA Steuern auf mein deutsches Einkommen zahlen?

Als US-Resident oder Green-Card-Halter ja: Die USA besteuern das weltweite Einkommen, inklusive Mieten, Zinsen oder Renten aus DE, AT und CH. Das jeweilige Doppelbesteuerungsabkommen und die Anrechnung gezahlter Steuern verhindern meist eine echte Doppelbesteuerung, die Erklärung bleibt aber aufwendig. Zusätzlich musst du Auslandskonten über FBAR und FATCA melden.

Wie teuer ist die Krankenversicherung in den USA?

Deutlich teurer als in DACH. Ohne Arbeitgeber-Plan zahlst du auf dem ACA-Marktplatz 2026 im Schnitt grob 600 bis 750 $ im Monat für eine Einzelperson, mit für 2026 stark gestiegenen Prämien. Ein gesetzliches KV-System für alle gibt es nicht, und ohne Versicherung sind Behandlungskosten schnell existenzbedrohend.

Offizielle Quellen

Wenn USA nicht passt

Noch unsicher?

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